Gutes Urteil: Berliner Verbraucherschützer testen Kochboxen

Die Verbraucherzentrale Berlin hat Kochboxen getestet. Das Ergebnis fällt positiv aus.

Kochboxen - hier von Hello Fresh - bieten eine Abwechslung zum Supermark-Einkauf. Foto: dpa

Kochboxen – hier von Hello Fresh – bieten eine Abwechslung zum Supermark-Einkauf. Foto: dpa

Von Alexander Uhl

Kochboxen sind der neuste Trend auf dem Convenience Food Markt. Sie bieten dem Abonnenten frische Zutaten und ein Rezept, das er nachkochen kann. Der Vorteil: Der lästige Einkauf entfällt, es bleibt in der Regel nichts übrig – und trotzdem ist das Essen selbst gekocht, und man verzichtet auf alles das, was das industrielle Essen häufig so ungesund macht.

Die Verbraucherzentrale Berlin wollte es genau wissen und hat im Herbst 2015 die fünf bundesweit größten Anbieter getestet. Das sind laut Vebraucherzentrale Kochhaus, Marley Spoon, Kommt Essen (der Lieferservice wurde allerdings inzwischen laut Website eingestellt), Kochzauber und Hello Fresh.

Die Tester untersuchten, wie einfach sich die Rezepte nachkochen ließen, ob die Zutaten pünktlich, frisch und richtig gekühlt geliefert wurden und wieviel Abfall anfiel. Außerdem verglichen sie die Durchschnittspreise pro Mahlzeit.

Insgesamt ziehen die Tester eine positive Bilanz. Jessica Fischer, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Berlin: „Die getesteten Rezepte waren verständlich und ließen sich auch für ungeübte Köche gut nachkochen“. Die Gerichte hätten gut geschmeckt und satt gemacht. Abfall fiel bei den Zutaten keiner an. Die Lebensmittel seien zudem frisch und von guter Qualität gewesen. Einschränkend bemerken die Tester, dass wohl nicht jeder Haushalt über alle notwendigen Küchenutensilien verfügen würde.

Nachteilig werteten die Tester, dass die Lieferungen nur an bestimmtem Tagen erfolgen und zum Teil lange Lieferzeiträume von 4-5 Stunden angegeben sind. „Auch für spontanen Besuch eignen sich die Kochboxen nicht, denn sie werden meist ein, zwei Tage vorher bestellt und sind genau für die bestellte Personenzahl kalkuliert“, so Fischer. Außerdem falle bei den Kochboxen etwas mehr Abfall an, als bei einem Einkauf im Supermarkt.

Preislich liegen die Kochboxen zwischen dem günstigeren Einkauf im Supermarkt und dem deutlich teureren Restaurantbesuch. Die Preise bewegen sich bei drei Gerichten pro Woche für je 2 Personen zwischen 6,50 Euro und 8 Euro. Am günstigsten in dieser Konstellation war Kochzauber (6,50 Euro), am teuersten Marley Spoon (8 Euro). Kochhaus lag bei 6,67 Euro, Hello Fresh bei 7,50 Euro (im Abo: 6,50 Euro)

Die Tester geben noch diverse Tipps:

  • Probebestellunggen oder Probierboxen sind unter Umständen teurer als vergleichbare einmalige Abobestellungen
  • Die Lebensmittel sollten zügig ausgepackt und sachgerecht gelagert werden.
  • Nach der ersten Abo-Bestellung sollte man die kommenden Bestellungen pausieren. So kann man die erste Box ausprobieren und sich in Ruhe überlegen, ob man weitere will. Allerdings muss man in jedem Fall kündigen, wenn man keine weiteren Boxen will.

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